Expertenanhörung im Landtag: Stadionverbote und Meldeauflagen gegen gewalttätige Fußballfans

Kirstin Korte MdL: „Gemeinsam konsequent gegen Gewalt im Fußball vorgehen“

Düsseldorf. Als Abgeordnete aus dem Mühlenkreis hat am Donnerstag Kirstin Korte (CDU) an der Anhörung des Innenausschusses, des Sportausschusses und des Ausschusses für Familie, Kinder, Jugend zur Gewalt im Fußball teilgenommen.

Stadionverbote und Meldeauflagen gegen neue Dimension der Gewalt
 
„Wir brauchen eine konsequente Umsetzung von Stadionverboten und Meldeauflagen für gewalttätige und kriminelle Fans. Nur so können wir den Randalierern zeigen, dass die Gesellschaft nicht machtlos ist und tatenlos zuschaut“, erklärt Kirstin Korte (CDU), Mitglied des Innenausschusses im Landtag NRW. „Das Problem war auch vor der gestrigen Expertenanhörung hinlänglich bekannt. Wenige Randalierer verursachen Kosten, für die der Steuerzahler aufzukommen hat. Soweit nichts Neues. Neu ist aber die Qualität der Gewalt die in und um die Fußballstadien, in den Innenstädten und den Bahnhöfen eine neue Dimension eingenommen hat. Das Abbrennen oder Werfen von Pyrotechnik, Hetzjagden oder gewalttätige Angriffe auf Fans oder Polizisten, das Verabreden zu Krawallen rivalisierender Fans auf Verkehrswegen, sind keine Kavaliersdelikte. Das hat mit der „Faszination Fußball“ absolut nichts zu tun“, so Korte weiter.
 
Verkehrswege in den Focus rücken
 
„Aktuelles Beispiel dafür, dass vermehrt die Verkehrswege in den Focus der Organisatoren zu nehmen sind, ist der erfolgreiche Großeinsatz vom vergangenen Wochenende von Bundes- und Landespolizei am Mindener Hauptbahnhof. Mein Dank gilt hier den Polizeieinsatzkräften, die durch ihre Präsenz in Minden verhindert haben, dass es zu Gewalttätigkeiten kam. Ich hoffe daher sehr, dass die Verkehrswege allgemein und die Besonderheit des Mindener Bahnhofs als Umsteigebahnhof für viele Fußballfans bei den Organisatoren zunehmend stärker ins Blickfeld rücken. Eine frühzeitige Planung der Lenkung der Fangruppen kann deutlich Kosten sparen“, äußert sich die heimische Landtagsabgeordnete.
 
Gemeinsames Vorgehen ist positives Signal
 
Keine andere Sportart begeistert die Deutschen so sehr wie der Fußball. Dieser lebt nicht zuletzt von der Stimmung und der unvergleichbaren Atmosphäre in den Stadien. Der Fußball als Massenveranstalter zieht neben dem weitaus größten Teil friedlicher Fans leider auch gewaltbereite Täter an. Viele der gewaltbereiten Täter sind mit dem Fußball nicht näher verbunden.
„Wir haben die große Mehrheit friedlicher Fans und das faszinierende „Event Fußball“ sowie den Steuerzahler vor unnötigen Kosten zu schützen. Daher müssen wir alle, Politik, Polizei, Vereine und Fangruppen gemeinsam konsequent gegen die Gewalt im Fußball vorgehen. Dieses positive Signal ging heute von allen Beteiligten in der Expertenanhörung aus“, so Kirstin Korte (CDU) abschließend.

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