Versammlung der Ortsunionen Varl und Sielhorst

Oliver Gubela zu Gast

Rahden von oben: Anette Streich (von links), Wilhelm Kopmann, Werner Bredenkötter, Oliver Gubela und Bert Honsel zeigen die Karte zur aktuellen Internetversorgung in der Auestadt.
Rahden von oben: Anette Streich (von links), Wilhelm Kopmann, Werner Bredenkötter, Oliver Gubela und Bert Honsel zeigen die Karte zur aktuellen Internetversorgung in der Auestadt.
„Ein schöner Abend mit Infos aus erster Hand“ – so beschreibt Varls Ortsvorsteherin Anette Streich die jüngste Veranstaltung der Ortsunionen aus Varl und Sielhost.

Dass die Christdemokraten in dieser Form zu dem gemeinsamen Grillen im Garten der Familie Streich zusammenkamen, war dabei eine Premiere. „Wir haben inzwischen einfach so viele gemeinsame Projekte wie die Feuerwehr und den neuen Kindergarten“, erklärte Anette Streich in ihrer Begrüßung. „Da kann man sich auch einmal über die Ortgrenzen hinweg zusammensetzen. Bevor jedes Dorf sich neu erfindet, können wir auch mal etwas gemeinsam machen.“ Sielhorsts Ortsvorsteher Wilhelm Kopmann stimmte nickend zu. Einig sind sich die beiden Ratsvertreter auch in einem anderen Punkt: „Sowohl in Varl als auch in Sielhorst tut sich was“, stellten sie zufrieden fest.

Das gilt auch in Sachen Breitbandausbau und so freuten sich die Ortsunionen an diesem Abend über die neusten Infos von Rahdens Bürgermeister Dr. Bert Honsel und dem Minden-Lübbecker Wirtschaftsförderer Oliver Gubela zu dem Thema. Bert Honsel sagte: „Wir sind froh, dass wir jetzt endlich ein Ergebnis haben.“ Schon 2016 hätte der Kreis mit dem Masterplan den Breitbandausbau in Angriff genommen, erinnerte Oliver Gubela. „2018 wollten wir fertig sein. Nun haben wir 2019. Das kann zurecht keiner verstehen“, gab er offen zu verstehen.

Das Problem: „Der Markt ist überdreht“, so Gubela. Auf vier der sogenannten Lose im Kreis waren damals keine oder nicht wertbare Angebote abgegeben worden. „Damit wäre eine Vergabe im Rahmen des Förderprogramms nicht möglich gewesen und das ganze Verfahren gescheitert“, erklärte Gubela. „Und ohne Förderung ist es nicht möglich“, ergänzte Bert Honsel. 50 Prozent der Kosten bezuschusst der Bund, weitere 40 Prozent kommen vom Land, den Rest zahlen die Kommunen. „Nun haben wir die Situation, dass mit dem Unternehmen Internexio ein Unternehmen gefunden haben, dass auf alle Lose geboten hat“, erklärte Oliver Gubela. Er begrüßt es außerdem, dass Internexio in Lübbecke und Minden Büros einrichten wolle: „Die Menschen wollen beraten werden. Das ist logisch.“ Im September solle in Petershagen, Rahden und Stemwede mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Angesichts der deutlich gestiegenen Kosten – über 90 Millionen wird der Breitbandausbau im Kreis Minden-Lübbecke kosten – sagte Bürgermeister Honsel: „Der Anteil, den Rahden nach den Berechnungen der Firma Internexio zu zahlen hat, entspricht gottlob dem in den Haushalt der Stadt vorsorglich eingestellten Betrag.“

Inhaltsverzeichnis
Nach oben