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18.03.2018, 16:40 Uhr
Den Gefahren der Afrikanischen Schweinepest entgegenwirken
JU-Kreisverband verabschiedet Antrag
Wie muss die Politik mit der drohenden Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest umgehen? Die Junge Union hat dazu auf ihrer vergangenen Kreismitgliederversammlung einen Antrag verabschiedet. Ihr findet ihn hier im Wortlaut.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) stellt eine große Gefahr dar und rückt fast täglich von Osteuropa immer näher an die deutsche Grenze. Gerade für den Kreis Minden-Lübbecke mit seinen vielen landwirtschaftlichen Betrieben wäre das Auftreten der Seuche mit immensen Folgen verbunden und würde bedeuten, dass Tausende oft gesunde Schweine gekeult werden müssten.

Neben den Fleischerzeugern in Form der Landwirtinnen und Landwirte auf der einen Seite beträfe ein ASP-Fall im zweiten Schritt auch die verarbeitenden Betriebe oder Futtermittelhersteller auf der anderen Seite. Schlussendlich würden die Folgen der ASP also die gesamte Wirtschaft beeinträchtigen.

Diesen Szenarien muss man sich bei der Risikobewertung und der Betrachtung von Präventionsmaßnahmen gegen die ASP bewusst werden. Die Verbreitung des sehr aggressiven und widerstandsfähigen Erregers erfolgt häufig über Wildschweine, weshalb unter anderem das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit die hohe Dichte an Schwarzwild kritisiert. Wir als Kreisverband der Jungen Union im Mühlenkreis fordern daraus resultierend, dass der Kreis Minden-Lübbecke die kompletten Kosten für die Trichinenschau bei Wildschweinen übernimmt und außerdem eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro für das Erlegen von Frischlingen mit einem Gewicht von bis zu 25 Kilogramm, wie sie auch andere Kreise an die Jägerinnen und Jägern auszahlen.

Letztlich muss auch lokal über Hilfen bei der Vermarktung des Wildfleisches nachgedacht werden. Denn das Jagen von Schwarzwild und damit eine Präventionsmaßnahme gegen das Ausbrechen der ASP darf für die Jägerinnen und Jäger, denen hier eine zentrale Rolle zukommt, keinen finanziellen Nachteil bedeuten. Durch die Schaffung wirtschaftlicher Anreize könnte man auch auf den Einsatz von Nachtzielgeräten oder die Erlaubnis zur Jagd von Bachen samt ihrer gestreiften Frischlinge verzichten, was zum Beispiel in anderen Staaten wie Tschechien erlaubt ist.

Das Land NRW hat die möglichen Folgen der ASP aus unserer Sicht erkannt und stellt gleichzeitig den Tierschutz trotz der drohenden Gefahr nicht in Frage. Stattdessen wurde das Gespräch mit anderen Ländern gesucht. Diese Gangart ist aus unserer Sicht richtig und muss auch weiterverfolgt werden. Die ASP macht an Ländergrenzen keinen Halt und deshalb ist es richtig, wenn das Land im Dialog mit Anderen nach Präventionsmaßnahmen gegen die ASP sucht.

Vor dem Hintergrund der Gefahren durch die ASP ist das unrechtmäßige Eindringen in Ställe durch selbst ernannte „Tieraktivisten“ noch vehementer als ohnehin schon abzulehnen, könnte nämlich gerade durch diesen Einbruch der Erreger in den Stall gelangen und die Tötung von Tausenden Schweinen bedeuten.


Beschlossen von den Mitgliedern der Jungen Union Minden-Lübbecke auf der Kreismitgliederversammlung am Samstag, 17. März 2018.

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